Institut für Flugmechanik und Flugregelug (IFR)

Forschung

Hier finden Sie unsere Forschungsthemen im Überblick.

Die Forschungsschwerpunkte am Institut für Flugmechanik und Flugregelung (IFR) liegen bei Entwurfsmethoden für neuartige Regelungssysteme der Luft- und Raumfahrttechnik. Dazu gehören Verfahren zur Lenkung, Regleung und Navigation. Diese Verfahren bestimmen maßgeblich die möglichen Funktionalitäten zukünftiger Luft- und Raumfahrzeuge und damit die Machbarkeit ihrer Missionsziele. Beispiele hierfür sind automatisierte Landungen auf Himmelskörpern sowie vernetzte oder autonome Fluggeräte. Die Forschungsaktivitäten am IFR teilen sich in drei Themengebiete.

Autonomes Fliegen und unbemannte Flugeräte (UAV)

Autonomes Fliegen ist sowohl für unbemannte Fluggeräte der Luftfahrt als auch für Explorationsmissionen in der Raumfahrt von zentraler Bedeutung. Die besondere Herausforderung liegt hierbei beim Entwurf effizienter und damit an Bord rechenbarer Algorithmen für die Bewegungsplanung mit Beschränkungen, Fehlererkennung und Navigation. Zunehmend gewinnen dabei Optimierungsverfahren für Echtzeitbetrieb im Zusammenhang mit speziellen Prozessortechnologien an Bedeutung.

Regelungssysteme für Hubschrauber und aktive Rotoren

Durch die gezielte koordinierte oder individuelle Ansteuerung der Rotorblätter lassen sich das Flugverhalten sowie Schwingungen, Vibrationen und Lärm eines Hubschraubers vorteilhaft beeinflussen. Solche Ansteuerungen sind üblicherweise Teil eines Regelkreises. Am IFR werden hierzu dynamische Modelle erstellt, Regler entworfen sowie Analyseverfahren entwickelt, die speziell auf die Eigenschaften eines Hubschraubers (sogenannte periodische Systeme) angepasst sind. Viele der entwickelten Verfahren werden in Kooperation mit Airbus Helicopters auf Forschungshubschraubern demonstriert.

Intelligentes Fliegen

Der Umfang von Informationen, die an Bord von Flugzeugen der allgemeinen Luftfahrt verfügbar sind, wird bedingt durch entsprechende Technologien immer größer. Am IFR wird untersucht, wie dieser Trend genutzt werden kann, um mit Hilfe von Algorithmen Entscheidungen zu treffen und Aktionen einzuleiten. Dies erhöht den Automatisierungsgrad und entlastet den Piloten. Beispiele hierfür sind automatische Notfallprozeduren oder halbautomatische Landungen bei schwierigen Umgebungsbedingungen. Eine wichtige Zielsetzung ist hierbei die Übetragbarkeit der zu entwickelnden Methoden auf unterschiedliche Flugzeugtypen und Betriebsbedingungen.

Besonderer Wert wird auf Funktionsnachweise durch Flugversuche gelegt, oft in Zusammenarbeit mit der Inustrie.

Ihr Ansprechpartner

Dieses Bild zeigt Fichter
Prof. Dr.-Ing.

Walter Fichter

Direktor

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